Zum Artikel springen

Kunsttherapie für multimedialen Ausdruck

 
seite10 kunst ist…..
der weg von den gegensätzen zu den zusammenwirkenden gegenpolen

 

Jeder Mensch lebt seine ganz persönliche Form des Ausdrucks. Ob verbal oder nonverbal - in der Belebung von Kreativität liegt die Voraussetzung für eine Veränderung überholter Verhaltensmuster und für die Reifung der Persönlichkeit. Die kunsttherapeutische Arbeit, einzeln und in Gruppen, basiert auf dem Konzept einer multimedial ausdrucksorientierten Psychotherapie und ermöglicht dadurch, Menschen in ihrer künstlerischen Vielfalt auf unterschiedlichste Art zu erreichen. Spannend wird dabei erlebt, was sich in den Zwischenräumen - im Wechsel von einem Medium zum anderen - beispielsweise vom Malen hin zum Schreiben etc. bewegt.

 

Kunst als Kreativitätsschwingung des Lebens wendet sich an

       
Praxis

 

 

 

 

.... Menschen, in persönlichen oder beruflichen Veränderungsphasen

.... Menschen, die langfristigen persönlichen

oder beruflichen Belastungen ausgesetzt sind

.... Menschen in Krisensituationen, in Leidensphasen

 

 

aber auch an
 

.... Ältere Menschen, die wieder Zeit finden neue Dimensionen zu

entdecken

.... Menschen, die ihre Ressourcen neu wecken wollen

.... Menschen, die Bestehendes auch mit anderen Augen sehen wollen,

oder einfach Spaß haben am schöpferischen Tun

Seite14  

 

kunst ist...
kommunikation, verbindung
kunst ist sozial
komplett und total
und definitiv ist sowieso provisorisch
und chaos ist ordnung Tinguely

 

Jeder Mensch braucht die Kunst, und dabei geht es nicht um ein perfektioniertes Endprodukt, sondern um den Prozess des Schaffens. So gesehen ist die Kunst nicht nur eine Domäne akademischer Künstler. Kunst schafft die Fähigkeit, grenzüberschreitend in neue Lebensbereiche vorzudringen und kann für jeden Menschen als eine Möglichkeit gesehen werden, Kreativität zu fördern. Der multimediale Gedanke erlaubt den Oberbegriff "KÜNSTE", was wiederum ermöglicht, Kunst nicht immer ausschließlich in einer Richtung zu sehen. Um zu einem psychologisch brauchbaren Kunstbegriff zu gelangen sollte zunächst der Qualitätsbegriff - eine kulturelle Wertung - ausgeschlossen sein. Übersetzt durch den Sammelbegriff der - Kulturellen Erfahrung - ergibt sich ein anderer Aspekt, in dem alle Kunstwerke Platz haben.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ein Kunstwerk ist immer der sichtbare Ausdruck einer unsichtbaren Idee. Es geht darum, etwas zu materialisieren, in die Realität umzusetzen. Hinter allem Gewordenen steht wiederum ein unsichtbares Muster, das sich durch eine Vielfalt an schöpferischem Tun zu einem sichtbaren Ganzen zusammenfügt. Alles das setzt aber das Zauberwort Kreativität voraus. Notwendig für jede kreative Leistung sind ein gewisses Urvertrauen und ein gewisses Maß an Neugierde. Für CG. Jung ist Kreativität "jene lebendige Ausdrucks - und Gestaltungskraft, welche Chaos ordnet und die Ordnung aufbricht, um Veränderung und des Neuen, um des Lebens willen."

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

CP.Estes benennt Kreativität als einen ständigen Strom schöpferischer Kraft, als ein unaufhörliches von der Natur verströmendes Sein, welches uns in seinem Schaffensstrom versorgt - wir sind dann "im Fluss". Ein Verlust dieser strömenden, schöpferischen Kraft stellt im Gegensatz dazu eine seelische und geistige Krise dar - wir treten auf der Stelle. Kreativität und Krankheit erscheinen zunächst als unvereinbare Begriffe, denn in der Regel wird Krankheit als Gegenstück zur Kreativität gesehen. Und doch wurde schon immer Krankheit auch als wegweisender Kunstgriff beschrieben. Wir könnten also Krankheit auch als unbewusste Kreation bezeichnen, die nach Bewusstwerdung drängt.

 

 
Seite17
 
 

 

 

 

als ziel aller kunst gilt die verwandlung
der welt in seele und geist
durch die von sehnsucht nach dem unendlichen
bewegte phantasie

 
 
schlegel
 

 

zum Seitenanfang


© by franz

 

 

Valid XHTML 1.0 Transitional