Mentales Training
Fragen und Antworten zu meinem Mentalen Training
Was bedeutet Mentales Training überhaupt?
Hinter jeder Art des Mentalen Trainings steht die Persönlichkeit, die Lebenshaltung und die Lebenserfahrung, die der, oder die Trainerin selbst gemacht hat. Deshalb gibt es auch verschiedenste Zugänge zu sogenanntem Mentalen Training. Allgemein wird dadurch versucht, Menschen zu motivieren, ihre Persönlichkeit und ihre Begabungen möglichst frei zu entfalten.
Worauf kommt es dabei im Speziellen an?
Das wird von Mensch zu Mensch verschieden sein, denn ein allgemein gültiges Rezept, das gleichermaßen unterstützt, hilft oder zumindest lindert, gibt es leider nicht. Mein persönlicher Zugang, durch die Ausbildungen zur Tiefenpsychologin und Kunsttherapeutin für multimedialen Ausdruck ermöglicht es, Menschen sehr individuell und umfassend zu betreuen.
Welche Bereiche bieten Sie an?
Zunächst Bewusstes Atmen, als Zentrum menschlichen Lebens. Die Möglichkeit eines differenzierten Umgang mit Stress; wir sollten nämlich zwischen negativem und positivem Stress unterscheiden. Es geht also um Reduktion, aber auch um Spannung als Motor. Zu meinem Mentalen Training gehören im Weiteren auch die Körperarbeit, denn wir wissen, dass schon kleine Veränderungen der Körperhaltung die Stimmung des Menschen verändern können und Muskel - Entspannungstechniken.
Das klingt nach viel Selbsterfahrung?
Das Mentale Training besteht zum allergrößten Teil aus praktischen Übungen und ist somit Selbsterfahrung. Einzeln betreut, deckt sie ausschließlich denn individuellen Bereich ab, in Gruppen wird auch die Gruppendynamik berücksichtigt.
Welchen Stellenwert hat der künstlerische Aspekt in Ihrem Mentalen Training?
Der nonverbale Ansatz verschiedenster künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten, wie z.B.: Malen, Musik, Märchen, Schreiben, Stimme, Bewegung etc. ist für mentale Erfahrungen besonders gut geeignet, weil der kognitive, sprachliche Filter ausgeschaltet ist und an seine Stelle der authentische, weniger manipulierbare Ausdruck tritt. Ein wesentlicher Bestandteil meines Mentalen Trainings zielt daher auf eine Verbesserung, oder den Ausbau der Ausdrucksfähigkeit eines Menschen. C.P. Estes benennt Kreativität als „ein ständiger Strom schöpferischer Kraft, es ist das unaufhörliche von der Natur verströmende Sein.“ Es hat nichts mit Virtuosität zu tun oder mit dem Grad der Meisterschaft oder des Wissens auf irgendeinem Gebiet. Alles Kreative entspringt einem Strömen in uns, das in Wellen steigt und fällt. Ein Schaffensstrom versorgt uns – wir sind „im Fluss“. Ein Verlust der strömenden, schöpferischen Kraft stellt eine psychische und geistige Krise dar – wir „treten auf der Stelle“.
Gerät dabei der kognitive Bereich nicht ins Hintertreffen?
Im Gegenteil! Die Belebung von Kreativität bietet zunächst die Voraussetzung einer Veränderung überholter Verhaltensmuster, die für eine Reifung der Persönlichkeit notwendig ist. Eine besondere Bedeutung kommt anschließend der Rückmeldung des Wahrgenommenen, dem sogenannten „Feedback“ zu, sowohl im Bezug auf einzelne Personen, als auch im Bezug auf das Gruppenverhalten. Erst durch dieses „Instrument“ der Rückspiegelung wird nämlich Bewusstmachung und damit auch Veränderung möglich.
Gibt es an dieser Stelle noch etwas, das nicht berücksichtigt ist?
Zu meinen Hauptanliegen als Jungianerin gehört speziell auch im Mentalen Training die Idee der Aktiven Imagination, die uns durch den Dialog zwischen dem Ich und dem Unbewussten einen Raum der Freiheit bietet. Es ist ein Weg der Wahrnehmung unserer inneren Bilder und kann ganz maßgeblich zu seelischem Gleichgewicht beitragen. Die Imaginationsfähigkeit ist in jedem Menschen vorhanden, sie wird allerdings mehr oder weniger bewusst zum Lösen von Problemen eingesetzt. Eccles stellt die Fähigkeit der Imagination an die Seite der Intelligenz, als eine ganz wesentliche Fähigkeit, zu der uns unser Gehirn befähigt. Es ist zu erwarten, dass gerade in der Imagination eine neue kreative Art mit Hindernissen umzugehen gefunden wird.
Kann man von einer Methode sprechen?
Die Basis ist für mich, als Jungsche Analytikerin, auf die Ganzheit der Psyche gerichtet. Dieser Weg zur Ganzheit beginnt in der Kindheit mit der Ich- Entwicklung und hat bis ins Alter die Entfaltung zur individuellen Persönlichkeit zum Ziel. Dabei entsteht für uns Menschen häufig ein Spannungsfeld zwischen Autonomie und Anpassung - zwischen dem Menschen der er werden kann und dem der er tatsächlich ist. Vorallem in Leistungssituationen wird dieses Spannungsfeld besonders spürbar. In einer vertrauensvollen Atmosphäre, in der Begegnung und Beziehung möglich werden sollten, kann durch das jeweils subjektive Erleben ein kreativer Raum entstehen, der die Voraussetzung ist Neues zu entdecken, überholte Verhaltensmuster zu verändern, den eigenen Raum und Rhythmus zu finden, Respekt zu zeigen vor eigenen und anderen Bildern und nicht zuletzt auch die Eigenverantwortlichkeit zu fördern im Sinne einer gefestigten Ich-Stabilität.
In kurzen Worten?
Mein Mentales Training spricht im Wesentlichen zwei große Bereiche an, die im Einklang zueinander stehen sollen:
Ich ( Bewusstheit ) - das Strukturierende, Formgebende und
Selbst ( Unbewusstes ) - das Schöpfen aus tiefem Grund.
Aus Beidem resultiert die Stabilität, Elastizität und Reflexionsfähigkeit die nötig ist im Umgang mit sich selbst und mit anderen Menschen.
Was sind die Ziele Ihres Mentalen Trainings?
Durch ein gelungenes Mentales Training, sollte sich als Grundvoraussetzung ein besseres Vertrauen und somit Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit in uns aufbauen. Ein Gelingen sollte uns darüber hinaus dazu befähigen, eigene Stärken und Ressourcen besser nützen zu können und Entspannung durch gezieltes Atem und Muskeltraining zu erreichen. Ein wünschenswertes Ziel ist im Weiteren ein differenzierter Umgang mit Stress, eine Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und die Förderung von Authenzität sowie des Körperbewusstseins. Nicht zuletzt wäre auch die Bereitschaft, über das eigene Tun zu reflektieren, erstrebenswert.