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Psychotherapie
„Alles Seelische hat ein doppeltes Gesicht: eines schaut nach vorne und eines schaut zurück.“ C.G.Jung
Seelisches Leiden - Kranksein ist nicht nur als negatives, lästiges Übel zu betrachten. Als positiver Aspekt steckt ein heilbringender Faktor dahinter, der über sich hinaus auf einen Sinn weist, der gerade durch das Leiden - die Krankheit neu entdeckt werden kann. Wie immer sich seelisches Leiden äußern mag: depressiv, neurotisch, psychosomatisch oder als Sucht, in der Ursache von seelischem Leiden und Krankheitssymptomen sieht die Analytische Psychologie eine Entzweiung mit sich selbst. Jede seelische Störung bietet aber auch gleichzeitig die Chance zur Selbstheilung
C. G. Jung, der Begründer der Analytischen Psychologie, entwickelte das Konzept der Individuation. Dieser Weg zur Ganzheit beginnt in der Kindheit mit der Ich-Entwicklung und hat bis ins Alter die Entfaltung zur individuellen Persönlichkeit zum Ziel. Dabei entsteht für uns Menschen häufig ein Spannungsfeld zwischen Autonomie und Anpassung - zwischen dem Menschen der er werden kann und dem der er tatsächlich ist.
Oft sind es psychische Krisen, Ängste oder Krankheiten, die uns auffordern, manchmal sogar zwingen, nach Veränderung zu suchen. Hier bezieht sich Jungs Idee nicht auf ein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-als-Auch. Die verschiedensten Bedürfnisse der Menschen, auch geistiger und religiöser Natur, zeigen sich besonders in der Symbolsprache der Träume. Sie sind der Schlüssel zu unserm Selbst und haben einen wesentlichen Anteil am therapeutischen Geschehen.
In einer vertrauensvollen Atmosphäre, in der Begegnung und Beziehung möglich sind, entsteht durch das jeweils subjektive Erleben ein kreativer Raum, in dem sich Ängste, Krisen und Konflikte lösen, oder zur Gänze bewältigt werden können.